Theologe Wolfgang Huber und Sport und Leben


"Ich sehe im Sport drei Gefahren für Kinder und Jugendliche": Wolfgang Huber
Bild: Matthias Lüdecke

Wolfgang Huber ist evangelischer Theologe und seitdem im Ruhestand. Hier schreibt er über ein Leben, das nicht nur auf Erfolg, Gesundheit und dem olympischen Menschenbild beruhen soll.

Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 war der evangelische Theologe Wolfgang Huber Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Bischof von Berlin-Brandenburg. Der in Straßburg geborene 77-jährige Theologe lebt mit seiner Frau in Berlin. Sein Beitrag zur Serie „Ich denke an Sport“ wurde von F.A.Z. Freiwilliger Tobias Schrörs.

Als ich ungefähr zwölf Jahre alt war, sah ich zum ersten Mal ein Fußballspiel im Stadion. Mein Vater ist mit meinen Brüdern und mir zum Spiel des FC Freiburg gegen den HSV gefahren, das mit dem jungen Uwe Seeler konkurrierte. Bei der ersten Gelegenheit rief ich an: Schiedsrichter am Telefon! Ich war fest davon überzeugt, dass es das Spiel nur noch schlimmer machte. Ich bin immer dann besonders allergisch, wenn im Sport etwas Ungerechtes passiert – und ich muss damals den Eindruck gehabt haben. Sport ist das grundlegende Beispiel für Fairness. Es ist kein Zufall, dass eines der wichtigsten philosophischen Bücher des 20. Jahrhunderts über Gerechtigkeit den Titel "Gerechtigkeit als Gerechtigkeit" trägt. Es wurde von John Rawls geschrieben.

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