Timo Boll muss nicht mehr Tischtennis gegen sich selbst spielen

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Nach mehr als zweimonatiger Wettkampf-Pause stehen die deutschen Tischtennis-Stars während der Corona-Pandemie vor einem überraschend schnellen Comeback. An diesem Montag und Dienstag findet in der Halle des deutschen Rekordmeisters Borussia Düsseldorf zum ersten Mal das „Düsseldorf Masters“ statt. Das ist eine Turnierserie für jeweils 16 deutsche National- und ausländische Gastspieler, die sich Bundestrainer Jörg Roßkopf für die nächsten drei Monate ausgedacht hat.

Bei der Premiere sind unter anderem die deutschen Stars Timo Boll, der am Wochenende noch coronatauglich bei einer Aktion seines Klubs mit Schlägern in beiden Händen gegen sich selbst spielte, und Dimitrij Ovtcharov, die Schweden Kristian Karlsson und Anton Källberg sowie der Ägypter Omar Assar dabei, die in Düsseldorf leben oder in der Bundesliga für die Borussia spielen.

„Die Düsseldorf Masters sind eine großartige Möglichkeit, nach wochenlanger Trainingsphase nun wieder regelmäßig Wettkämpfe zu spielen“, sagte Roßkopf. „Unsere Spieler waren total begeistert, als wir ihnen diese Idee vorgestellt haben.“ An diesem Montag werden nacheinander 16 Achtelfinal-Partien und ein Viertelfinale gespielt. Am Dienstag wird das erste Turnier dann abgeschlossen. Alle Spiele sind im Internet live bei sportdeutschland.tv zu sehen, unterliegen ähnlich wie die Partien der Fußball-Bundesliga strengen Hygieneregeln und sind vorher vom Gesundheitsamt in Düsseldorf genehmigt worden.

Im Tischtennis wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus schon frühzeitig alle nationalen und internationalen Wettbewerbe abgesagt oder verschoben. Die Bundesliga der Männer will ihre Playoff-Runde weiterhin bis Ende Juni durchführen. Auch die Einzel-EM in Warschau und die Mannschafts-WM in Südkorea sind vorläufig in der zweiten September-Hälfte neu terminiert worden. Bundestrainer Roßkopf geht jedoch persönlich davon aus, dass in diesem Jahr keine internationalen Meisterschaften mehr stattfinden können.

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