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Im sechsten Versuch gewinnt Laura Tiefenbrunner ihre erste Einzelperson in der ersten Liga für Schwabhausen. Gegen Busenbach hätte es mehr als ein 5: 5 gegeben.

Tun Sie jetzt nichts Falsches. Laura Tiefenbrunner hätte vielleicht so etwas gedacht. Zumindest unbewusst. Verpassen Sie diese Chance nicht noch einmal. Nach einem 2: 0-Vorsprung hatte die Nummer vier des Tischtennis-Erstligisten TSV Schwabhausen am Sonntag mit 9: 11: 9: 11 gegen Busenbach ausgeglichen. In der fünften Runde wechselte sie jedoch ein letztes Mal mit der Gegnerin Lisa Lung in 5: 2-Führung die Tabellenseite. Es sah gut aus. 6: 4 und eigener Service. Das Publikum war begeistert. Dein Trainer auch. Sie behielten ihre Führung bis 7: 5.

Der damals 17-jährige Tiefenbrunner stand bereits im letzten Heimspiel gegen Bingen kurz vor dem überraschenden Sieg gegen einen Italiener, der in der Weltrangliste knapp über den Top 100 lag und auf dem 113. Platz lag. Sie hatte ihr Risiko nicht eingegangen. Es war also Lisa Lung, eine belgische Nationalspielerin. Auch der erst 20-jährige, aber bereits nationale Meister, ist in Peking aufgewachsen und belegt derzeit Platz 122 der Weltrangliste. "Sie ist international schon sehr erfahren", sagt Schwabhausens Trainer Alexander Yahmed. "Wenn sie in dein Spiel kommt, ist sie großartig." Als einzige Spielerin im Busenbach-Team hat Lung bislang eine positive Einzelbilanz erzielt, kurz gesagt: "Wir haben den Sieg von Laura mit Sicherheit nicht erwartet." Dann kam es nie zustande. Laura Tiefenbrunner aus Kolbermoor erzielte nach ihrer 7: 5-Führung keinen einzigen Punkt.

Winter / Jeger scheinen lange Zeit die sicheren Gewinner zu sein – dann treffen sie viele falsche Entscheidungen

Rückblickend hätte das Spiel für Schwabhausen einen Sieg bringen können, so dass das Spiel mit 5: 5 endete. "Wenn mir das schon jemand angeboten hätte, hätte ich das akzeptiert", versicherte Yahmed. Danach war er mit der Punkteverteilung nur noch halb zufrieden. Seine zurückhaltende Prognose klang für die Tabelle erstaunlich, schließlich war Busenbach trotz eines Spiels mehr als vorletzter, ein Platz und ein Punkt hinter Schwabhausen nach Schwabhausen gekommen. Aber sie sind immer Außenseiter, erklärt Yahmed, auch gegen Mannschaften wie Busenbach; Jeder in der Liga hätte seinen Verein als "Abstiegskandidaten Nummer eins" bezeichnet. Nach seinem Aufstieg hatte der TSV Sabine Winter nur nach Hause gebracht, ansonsten aber nicht gestärkt.

Wenn Lisa Lung nur die Nummer drei der vorletzten Tabelle ist, zeigt dies, wie stark die erste Liga ist. Die Lunge kann extrem schnell spielen, hat sehr unangenehme Aufschläge, aber Tiefenbrunner hatte das alles gut verkraftet. "Laura hat besondere Fähigkeiten, sie kann mit jedem in dieser Liga spielen", lobte Yahmed, "und sie hat wirklich sehr, sehr gut gespielt." Aber in der letzten Phase scheiterten die Rückschläge, sie machte ein oder zwei kleine Fehler und griff nicht mehr an. Mit dem Drang, nichts falsch zu machen, hatte die Außenstehende etwas von ihrer Unbeschwertheit eingebüßt. Rückblickend fand sie es "schon blöd". Sie war genervt.

Laura Tiefenbrunner ist eine deutsche Jugend-Nationalspielerin. Es ist nicht einmal in der Weltrangliste aufgeführt, nur in der U18-Altersgruppe. Dort ist sie auf dem 44. Platz. Sie hätte sich also nicht ärgern sollen. Zumal ihr nach dem Aufstieg des TSV klar war, "dass ich in der ersten Liga nicht sehr positiv spielen werde". Aber sie hat es nur gewagt, etwas zu gewinnen. Bisher hatte sie keinen Erfolg gehabt. Das war ihr Druck. Tiefenbrunners Saisonbilanz betrug nun 0: 5. Ihre Doppelrendite ist kaum besser, sie tritt normalerweise gegen die taktisch knifflige Verteidigerin Alina Nikitchanka an. "Es passt noch nicht sehr gut", weiß sie. Auch am Sonntag startete Tiefenbrunner nach einer Doppelniederlage als erster Einzelspieler. Aus Sicht des Teams war es nicht mehr wild. Yahmed hatte sich so aufgestellt, dass sich Sabine Winter und Mateja Jeger als stärkere Paarung auf dem schwächeren Gästeduo trafen. Leider waren die Favoriten nach einem 2: 0-Vorsprung und einem Matchball in der dritten Runde irgendwie kaputt. Yahmed kämpfte mit einer vom Fußball geliehenen Plattitude ("Das ist Tischtennis"), um zu erklären, was kaum zu erklären war. "Die Unsicherheit ist immer größer geworden. Alles, was bisher für selbstverständlich gehalten wurde – wenn ich drehe, wenn ich Topspin ziehe – war plötzlich eine große Entscheidung." Und oft die falsche.

Die Gastgeber liefen nach dem Rückstand aus dem Doppel vergeblich. Winters erster Punkt gegen Tanja Krämer wurde von Mateja Jegers Niederlage gegen Jessica Göbel übertroffen. Nikitchanka gewann mit fünf Sätzen gegen Lea Grohmann, gefolgt von Tiefenbrunners Niederlage gegen Lung. Auf den zweiten, hauchdünnen 3: 2-Sieg von Winter gegen Göbel folgte die zweite Niederlage von Jeger. Die Kroatin Jeger ist seit ihrem Aufstieg nicht mehr selbstbewusst geplatzt. Die Gäste hatten jetzt 5: 3 Vorsprung und standen kurz vor einem Auswärtssieg – als Nikitchanka und Tiefenbrunner wieder auf dem Teller saßen.

Tiefenbrunner hat seit dem Spiel gegen Bingen eine spannende Phase hinter sich. Sie nahm an der Jugend-Weltmeisterschaft in Thailand teil und belegte mit der Mannschaft kurz nach dem Halbfinale den siebten Platz. In Einzelfällen wurde sie in der Gruppenphase eliminiert. Am Abend vor der Rückfahrt blieb das Team etwas länger auf, um den 18. Geburtstag von Tiefenbrunner zu feiern. Dann ging es nach Hause und zurück in die Liga – wo Alina Nikitchanka der Belgierin Lisa Lung nun keine Chance mehr gab. 4. 5 Auf Tiefenbrunner kam es an. Dieses Mal hatte sie keine Angst, etwas falsch zu machen. Sie geriet nie in heikle Situationen. Laura Tiefenbrunner besiegte Lea Grohmann, die zuvor Nikitchanka zum fünften Satz gezwungen hatte, mit 11: 3, 11: 6, 11: 5. Sie jubelte nicht euphorisch, aber man konnte die Erleichterung sehen. Nicht nur auf spielerische Weise, sondern auch mit einem Ergebnis hat sie die Liga erreicht.

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