Trennt uns deutlich von den Nachbarländern

Im Laufe der Jahre gab es auf norwegischen Straßen immer weniger tödliche Unfälle, aber die Zahl in diesem Jahr ist es sorgte für Besorgnis.

Fast zwei Wochen nach Beginn des August haben mehr als 80 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr in diesem Land verloren, mit einer langen Zeit im Jahr.

Nach rekordniedrigen Todeszahlen in den Corona-Jahren 2020 und 2021 sind wir nach Einschätzung von Trygg Trafikk im Jahr 2022 auf einem guten Weg, die Zahlen des vorangegangenen „Normaljahres“ 2019 zu übertreffen.

Zahl der Verkehrstoten in Norwegen:

  • 2018: 108
  • 2019: 108
  • 2020: 93
  • 2021: 80

Quelle: Sicherer Verkehr

– Wir haben im Vergleich zum Vorjahr einen so starken Anstieg, dass es uns alle ein wenig erschüttert, sagt Abteilungsleiter Bård Morten Johansen in Trygg Trafikk zu TV 2.

In unseren skandinavischen Nachbarländern sehen sie jedoch nicht die gleiche Tendenz.

Positive Entwicklung in Schweden

Verkehrssicherheitsdirektorin Maria Krafft von der schwedischen Transportverwaltung sagt, dass sie im Gegensatz zu Norwegen in diesem Jahr bisher eine positive Entwicklung auf den Straßen im Vergleich zu 2019 gemessen haben.

2019 starben in den ersten fünf Monaten des Jahres 89 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die entsprechende Zahl im Jahr 2022 liegt bei 68 Personen.

UNTERSCHIEDE: Schweden hat bei tödlichen Unfällen nicht die gleiche Entwicklung wie Norwegen erlebt. Foto: Jan-Petter Dahl / TV 2

Auch beim „süßen Bruder“ stechen die Pandemiejahre in der Statistik mit rekordtiefen Todeszahlen hervor.

Inzwischen sind die Verkehrsteilnehmer zwar wieder unterwegs, die Zahl der Todesopfer liegt aber derzeit unter den Zahlen von 2019.

– Wir hatten nicht die gleiche Tendenz wie in Norwegen. Dagegen hatten wir 2018 ein schlechtes Jahr, da ist es nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Jahre herausstechen, sagt Krafft zu TV 2.

– Sitzt gut unter 2019

Nicht einmal in Dänemark erkennt man die Tendenz auf norwegischen Straßen.

– Es sieht so aus, als ob es dieses Jahr weniger Todesfälle geben wird als 2019. Wir liegen dieses Jahr bisher weit unter 2019, sagt Fachkoordinatorin Winnie Hansen in der Direktion von Roads to TV 2.

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 kamen 56 Menschen auf dänischen Straßen ums Leben. 2019 waren es noch 80.

RÜCKGANG: In diesem Jahr gab es auf dänischen Straßen bisher weniger tödliche Unfälle als 2019. Foto: Fabian Bimmer / Reuters / NTB

RÜCKGANG: In diesem Jahr gab es auf dänischen Straßen bisher weniger tödliche Unfälle als 2019. Foto: Fabian Bimmer / Reuters / NTB

Hansen hat keine gute Erklärung dafür, warum sie nicht den gleichen Anstieg wie Norwegen sehen, glaubt aber, dass das Geschwindigkeitsniveau einer der Gründe ist, warum die Dänen derzeit nicht an die Zahl der Todesopfer von 2019 herankommen.

Die Zahl der Verletzten ist nicht wesentlich zurückgegangen.

– Wir haben Anzeichen dafür, dass das Geschwindigkeitsniveau in Dänemark sinkt. Beim Verkehr sind wir auf dem Niveau von 2019, aber sicher nicht bei der Zahl der Todesopfer, sagt sie.

Die Unfälle, die auffallen

Bård Morten Johansen von Trygg Trafikk glaubt, dass der Anstieg, den wir in Norwegen erlebt haben, etwas ganz Besonderes war, und sagt, dass es schwierig ist, darauf hinzuweisen, warum wir uns von unseren Nachbarn unterscheiden.

– Wir müssen alles, was passiert ist, genau durchgehen und sehen, ob es etwas Besonderes gibt, das es verursacht hat, sagt Johansen.

BLUTZAHLEN: Bård Morten Johansen in Trygg Trafikk glaubt, dass die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr 2019 übertreffen wird. Foto: Trygg Trafikk

BLUTZAHLEN: Bård Morten Johansen in Trygg Trafikk glaubt, dass die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr 2019 übertreffen wird. Foto: Trygg Trafikk

Laut Johansen gibt es weder im Straßennetz noch bei den Fahrzeugen wesentliche Veränderungen, die auf eine Zunahme von Unfällen hindeuten würden.

– Auffällig sind Rutsch- und Kollisionsunfälle bei Bergabfahrten. Wenn es viele davon gibt, kann man sagen, dass es Unfälle gibt, die oft mit Unaufmerksamkeit zusammenhängen, sagt Johansen.

Trygg Trafikk hat nun die schwedische Straßenverwaltung gebeten, ihre jährliche gründliche Analyse tödlicher Unfälle zu beschleunigen, um mehr Klarheit darüber zu erhalten, was dahinter steckt.

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