Übernahme von Autoscout24: Zusammenprall der Plattformen

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München, Düsseldorf, Frankfurt Der Angriff auf den Markt wird von Wedding aus gesteuert. Ende 2018 bezog HeyCar sein neues Domizil am Leopoldplatz im Herzen des neuen Berliner Kreativviertels. Das ehemalige Kaufhaus Quelle ist aus Sicht von HeyCar-Chef Markus Kröger der ideale Inkubator für die Ideen von 200 Programmierern und Vertriebsspezialisten.

Das ambitionierte Start-up hat die Mission, das Gebrauchtwagengeschäft zu starten. „Der Markt war bisher nicht sehr innovativ. Die anderen Plattformen haben das Kleinanzeigengeschäft nur ins Internet gebracht “, sagt Kröger im Interview mit dem Handelsblatt.

Mit den anderen Plattformen meint Kröger die etablierten Konkurrenten Mobile.de und Autoscout 24. Neunzig Prozent aller digitalen Angebote für Gebrauchtwagen in Deutschland laufen auf einer der beiden Plattformen, die sich optisch kaum unterscheiden. "Der Markt ist zwischen Autoscout und Mobile aufgeteilt, die Händler können sich diesem Duopol nicht entziehen", sagt Jonas Wagner von der Münchner Strategieberatung Berylls.

HeyCar will das ändern: Nutzer müssen nicht mehr endlos nach dem gewünschten Gerät suchen, sondern können es über die Freitextsuche finden. Anstelle der manchmal schwer zu vergleichenden Qualitätsversprechen einzelner Händler können sich Käufer auf einen konsequent verbindlichen Garantiestandard verlassen. Auch die Händler werden angelockt: Sie zahlen HeyCar nur, wenn das Auto tatsächlich verkauft wird.

Der einstige Run-In-Markt wachte erst auf, als HeyCar eintrat. Neue Technologien revolutionieren die Suche nach Autos und wecken die Träume eines skalierbaren Autohauses. Für das digitale Vermittlungsgeschäft mit Gebrauchtwagen wetteifern nun starke Interessen und viel Geld.

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Hinter HeyCar, das 2017 gegründet wurde, stehen der VW-Konzern, Daimler und die deutsche Automobilindustrie, die die steigenden Preise für digitale Werbung seit Jahren übertreffen. Zum anderen das äußerst lukrative Duopol der eBay-Tochter Mobile.de und von Autoscout 24.

Ihre hohen Margen wecken Begierden: Am Dienstagabend zahlte der US-amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman (H & F) 2,9 Milliarden Euro für die Übernahme von Autoscout 24 an die Münchner Scout-Gruppe. "Diese Transaktion hilft Autoscout 24, sich auf seine Wachstumschancen zu konzentrieren", sagte H & F-Partner Blake Kleinman.

Elliott forderte eine Trennung

Dem ging ein Bieterkrieg voraus, an dem der japanische Investmentriese Softbank neben anderen Finanzinvestoren beteiligt gewesen sein soll. Der Markt sorgte für eine zunehmend bessere Situation des Scout-Managements. Zu Jahresbeginn hatten Hellman & Friedman und Blackstone bereits 5,7 Milliarden für die gesamte Scout-24-Gruppe angeboten, zu der auch das wesentlich größere Immobilienportal Immoscout gehörte.

Der Deal schlug jedoch fehl, da 46 Euro pro Aktie für die Mehrheit der Aktionäre viel zu wenig waren. Der Hedgefonds Elliott sah das genauso. Er kam im Sommer zu Scout, forderte die Spaltung und erwartete allein für Autoscout 24 mindestens 2,5 Milliarden Euro. Zusammen mit anderen Hedgefonds drängte er Scout zum Verkauf. Der aktuelle Kaufpreis zeigt, dass sie richtig sind.

Finanzinvestoren & # 39; Vorstellungen werden von nackten Figuren beflügelt. Autoscout 24 ist in 18 Ländern aktiv und der Branchenführer in Europa. In Deutschland sind Sie mit 1,13 Millionen angebotenen Autos nur die Nummer zwei. Aus Sicht des Managements ist die Nachwuchsrolle im Duopol mit Mobile.de ausreichend.

"Deutschland ist kein" Sieger auf dem ganzen Markt "", sagte der CEO von Scout 24, Tobias Hartmann, am Kapitalmarkttag des Unternehmens im November. "Es gibt eine klare Nachfrage nach einer starken Nummer zwei, weil deutsche Händler es hassen, von einem Lieferanten abhängig zu sein und keine Wahl zu haben." Das Geschäft ist auch lukrativ: Für 2018 weist Autoscout 24 in einer Präsentation eine operative Marge von 53 Prozent aus.

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Dies ist eindeutig zu wenig Konkurrenz für Autohändler, von solchen Margen können sie nur träumen. Ende Juli protestierte der Zentralverband der deutschen Automobilindustrie gegen eine weitere Preiserhöhung von Autoscout. "Eine Stichprobe in einigen Unternehmen ergab, dass ein Anstieg um bis zu 25 Prozent zu zusätzlichen jährlichen Kosten im mittleren bis hohen fünfstelligen Euro-Bereich führen kann", sagte die Händlerlobby.

Die Folge: Das ZDK ist jetzt stiller Gesellschafter bei HeyCar. "Die Partnerschaft mit HeyCar war der strategisch richtige Schritt für den Verband", sagt ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn.

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