Verurteilter VW-Ingenieur James Liang aus der Haft entlassen

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DDer ehemalige VW-Ingenieur James Liang, der wegen des Abgasskandals in den USA verurteilt wurde, wurde wenige Wochen nach seiner Rückkehr nach Deutschland freigelassen. Liang verließ das Gefängnis am Donnerstagmorgen, bestätigte sein Anwalt Gero von Pelchrzim. Das letzte Drittel der Haftstrafe wurde ausgesetzt. Der „Spiegel“ hatte zuvor über die Freilassung berichtet.

"Er ist dankbar, dass er wieder zu Hause ist. Die letzten zwei Jahre in amerikanischen Gefängnissen waren sehr hart für ihn", sagte Pelchrzim am Donnerstagabend gegenüber der Deutschen Presseagentur. Er und sein Mandant konzentrierten sich nun darauf, sich gegen die Vorwürfe der Braunschweiger Staatsanwaltschaft im Betrugsverfahren um den Dieselskandal zu verteidigen.

Der inzwischen pensionierte Liang war der erste langjährige Volkswagen-Mitarbeiter, der wegen der Diesel-Affäre in den USA zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

Nach Liang hatte die amerikanische Justiz auch den ehemaligen VW-Manager Oliver Schmidt ins Gefängnis geschickt. Im Dezember 2017 wurde er zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 US-Dollar für seine Rolle bei der Abgasmanipulation verurteilt. In Liangs Fall betrug die Haftstrafe drei Jahre und vier Monate und 200.000 US-Dollar.

Nach Angaben der amerikanischen Umweltbehörden und Forschungen von Wissenschaftlern hatte VW im September 2015 zugegeben, Dieselabgastests mit spezieller Software in großem Umfang manipuliert zu haben. Neben Milliarden von Rechtskosten gab es strafrechtliche Ermittlungen in Deutschland, den USA und anderen Ländern.

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