Viele mit Hepatitis E infizierte Schlachtschweine und Blutspender: „Virus aus dem Stall wird in kürzester Zeit auf unserem Teller landen“ | Inland

Laut Zahlen der Blutbank Sanquin und der Universität Utrecht sind viele Schlachtschweine und eine wachsende Zahl von Blutspendern mit Hepatitis E infiziert. Das Virus zirkuliert in 90 Prozent der Schweineställe. Viele infizierte Tiere werden auch zur Schlachtung geliefert.

Marina Meester, Doktorandin in Epidemiologie an der Universität Utrecht, entdeckte, dass 40 Prozent der Betriebe Schweine infiziert haben, wenn sie zur Schlachtung geliefert werden. Das damit hergestellte rohe Schweinefleisch führt in den Niederlanden seit Jahren zu einer hohen Zahl von Hepatitis-E-Fällen.

Seit Sommer 2020 steigt der Anteil des mit Hepatitis E infizierten Blutes, stellt die Blutbank Sanquin fest. “Es ist kein Problem für Menschen mit einem gesunden Immunsystem, aber es kann weitreichende Folgen für Menschen haben, deren Immunsystem gestört ist”, sagt Hans Zaaijer, leitender Forscher bei Sanquin im NTR-Wissenschaftsprogramm heute Abend. Atlas† “Es zeigt, wie ein Tiervirus aus dem Schweinestall seit Jahren auf unseren Tellern landet.”

Leberwurst

Frühere Untersuchungen von Sanquin und der niederländischen Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherproduktsicherheit (NVWA) zeigten, dass das Hepatitis-E-Virus in 78 Prozent der Leberwurst und 80 Prozent der Leberpastete gefunden wurde.


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Eine Behandlung ist möglich, aber es gibt immer noch eine Reihe von Menschen, die jedes Jahr daran sterben

Wim van der Poel, Universität Wageningen

Hepatitis E ist eine Erkrankung der Leber. Das Virus kommt sowohl bei Schweinen als auch beim Menschen vor. Es gibt drei verschiedene Arten. Menschen erkranken nicht an Typ 3, der in Schweinen lebt. Aber die Varianten, die man sich im Urlaub zuzieht (Typ 1 und 2), können zu Fieber, Bauchschmerzen und Gelbsucht führen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem laufen auch Gefahr, eine chronische Leberentzündung zu bekommen.

siehe auch  403 Verboten

„Eine Behandlung ist möglich, aber jedes Jahr sterben etliche Menschen daran“, sagt der Virologe Wim van der Poel von der Universität Wageningen. Seit einigen Jahren wird gefährdeten Patienten geraten, kein rohes Schweinefleisch zu essen.

Van der Poel befürchtet vor allem eine Mutation des Virus. Hepatitis E ist wie Corona ein RNA-Virus. Das bedeutet, dass Mutationen stattfinden und Virusvarianten entstehen könnten, die pathogener sind.“

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