Warum weniger faul als Schimpansen uns länger leben lässt

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Eine Studie der Harvard University hat eine detaillierte evolutionäre Erklärung dafür geliefert, warum Schimpansen nur eine Lebenserwartung von 40 Jahren haben, während sie beim Menschen leicht 30 Jahre länger ist. Ein Leben lang aktiv zu bleiben ist das Geheimnis…

„In der westlichen Welt ist es eine weit verbreitete Vorstellung, dass es normal ist, mit zunehmendem Alter etwas langsamer zu werden. Wir gehen in Rente und werden weniger körperlich aktiv“, sagt er. Daniel Liebermann, Evolutionsbiologe an der Harvard Universität und der Hauptautor der Studie, die in PNAS, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America.

„Aber unsere Botschaft ist genau das Gegenteil: Mit zunehmendem Alter wird es noch wichtiger, körperlich aktiv zu bleiben“, sagt Lieberman, der argumentiert, dass mangelnde körperliche Aktivität das Krankheitsrisiko erhöht und die Lebensdauer verringert.

BANKHANGERS

Schimpansen in dieser Hinsicht ein schlechtes Beispiel geben. In freier Wildbahn leben sie nur maximal 40 Jahre und leben selten lange nach den Wechseljahren. Diese Menschenaffen sind deutlich weniger aktiv als die meisten Menschen, was darauf hindeutet, dass es in der menschlichen Evolution nicht nur die Selektion gab, länger zu leben, sondern auch körperlich aktiver zu sein.

„Im Wesentlichen haben wir uns aus Couch-Potatoes entwickelt“, argumentiert Lieberman, der hinzufügt, dass das Bild, das wir haben, dass das menschliche Leben bis vor kurzem nicht sehr lange war, falsch ist. Fossile Beweise zeigen, dass vor 40.000 Jahren eine Lebensdauer von 70 Jahren für einen Menschen ganz normal war.

STÄRKERER WIEDERAUFBAU

Körperliche Aktivität ist physiologisch belastend und schädigt den Körper auf molekularer, zellulärer und Gewebeebene. Und doch wäre das gesund und lebensverlängernd? Wie ist das passiert?

Die Antwort ist, dass unser Körper diese Schäden stärker wiederherstellt: Risse im Muskelgewebe reparieren, Knorpelschäden reparieren und Mikrofrakturen heilen. Außerdem werden durch Bewegung Antioxidantien und Substanzen freigesetzt, die Entzündungen bekämpfen und die Durchblutung verbessern. Dies verringert das Risiko von Diabetes, Fettleibigkeit, Krebs, Osteoporose, Alzheimer An Depression. Und lässt uns deshalb gesund(er) älter werden.

10 BIS 20 MINUTEN PRO TAG

“Wir haben uns entwickelt, um unser ganzes Leben lang aktiv zu bleiben. Früher war tägliche körperliche Aktivität überlebensnotwendig, aber heute müssen wir uns für Bewegung entscheiden, um uns freiwillig körperlich zu betätigen, um unserer Gesundheit und Fitness willen”, sagt Lieberman. „Die gute Nachricht ist, dass man nicht so aktiv sein muss wie ein Jäger und Sammler. Schon geringe körperliche Aktivität – nur 10 bis 20 Minuten pro Tag – verringert das Sterberisiko erheblich.”

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