Was der Tod der Krefelder Affen über uns aussagt

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eEs nieselt, es ist kalt. Trotzdem sind am frühen Morgen wieder zahlreiche Krefelder in ihren Zoo gekommen. Eine ältere Dame setzt ein Grablicht neben das Dutzend Grablichter, die bereits im Wind flackern. Ein Mann legt einen Plüschaffen nieder. "Wir sind unglaublich traurig", sagt ein Pappschild im roten Lichtermeer. Ein Kind malte zwei lustige Gorillas und schrieb sie fett: „Ich denke immer an dich. Ich werde dich nicht vergessen. Eine junge Frau sitzt etwas abseits auf einer Bank. Sie schluchzt.

Burger pur

Petra Schwinn steht am Haupteingang des Zoos. "Dieses Mitgefühl, dieses Mitgefühl überwältigt uns und unterstützt uns gleichzeitig", sagt die Sprecherin des Zoos. "Wir werden natürlich weitermachen!"

Wie kurz nach der großen Katastrophe, die über dem Krefelder Zoo aus dem klaren Neujahrshimmel ausbrach, weiß sie nicht, wie das tatsächlich funktionieren wird. Nach Angaben der Ermittler & # 39; Vorwissen, eine von fünf sogenannten Himmelslaternen landete am frühen Mittwochmorgen auf dem Affen-Tropenhaus, das eine Frau mit ihren beiden erwachsenen Töchtern in der Nähe gelassen hatte, um das neue Jahr zu feiern. Das Dach fing blitzschnell Feuer, das ganze Affenhaus brannte blitzschnell. Dreißig Tiere, darunter eine Gruppe von fünf Borneo-Orang-Utans, zwei Gorillas und ein junger Schimpanse, starben in den Flammen.

Ein großer Verlust auch für die Enthaltung

Das sind enorme Verluste, sagt Schwinn. Weil der junge Schimpanse anzeigte, dass er der Anführer seiner Gruppe werden könnte. Und Schwinn möchte eigentlich nicht über die Orang-Utans sprechen. Sie sind in freier Wildbahn akut bedroht. Ihr Lebensraum, der Dschungel auf Borneo, wird für immer mehr Palmölplantagen gerodet. Gerade hatte sich eine neue Orang-Utan-Familie im Krefelder Affenhaus versammelt, was für die Naturschutzzucht sehr wichtig gewesen wäre.

Und jetzt dieses Feuer, das bitter an das Schicksal der Orang-Utans in Südostasien erinnert, sagt die Zoosprecherin. „Während des Brandrodens fallen sie verkohlt von den Bäumen. Wir im Westen sind dafür verantwortlich, weil wir Palmölprodukte kaufen. Vielleicht macht das schreckliche Unglück viele Menschen darauf aufmerksam.

Sie und ihre Kollegen sind durch die Katastrophe psychisch extrem geschädigt. "Wir haben die ersten Pannen." Insgesamt gibt es in Krefeld vier Menschenaffen. Einige hatten jahrzehntelang mit so beeindruckenden Persönlichkeiten wie dem 48-jährigen Gorilla-Mann Massa gearbeitet, der auch eines der Opfer des Feuers ist. Tierpfleger haben normalerweise eine sehr enge Beziehung zu ihren Tieren. Aber mit Menschenaffen, die uns so ähnlich sind, ist diese Bindung viel enger.

"Trauer um ein Tier ist für viele Menschen vergleichbar mit Trauer um einen verlorenen Angehörigen oder Freund", sagt Rainer Hagencord, Leiter des Instituts für Theologische Zoologie an der Philosophisch-Theologischen Universität Münster. Aber ist es nicht übertrieben, dass Zoobesucher auch so heftig trauern, als hätte die Brandkatastrophe keine Tiere getötet, sondern nahe Verwandte? Der Theologe Hagencord, der auch Biologe ist, sieht das anders. Wenn Sie einem Jungen erzählen, der um sein totes Kaninchen trauert, oder einem Rentner, der seinen geliebten Dackel einschlafen lassen muss, sollte er sich nicht so verhalten, es ist auch ein schlechter Schlag ins Gesicht.

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