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Erklärung zur europäischen Armee: Trump kritisiert den Vorschlag von Macron

Erklärung zur europäischen Armee: Trump kritisiert den Vorschlag von Macron

US-Präsident Trump reiste zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges nach Frankreich. Zu Beginn des Besuchs kritisierte er seinen Amtskollegen Macron, der sich kürzlich bei einer europäischen Armee geäußert hatte.

US-Präsident Donald Trump verurteilte kurz nach seiner Ankunft in Frankreich die jüngsten Forderungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach der Schaffung seiner eigenen europäischen Armee.

"Frankreichs Präsident Macron hat gerade vorgeschlagen, dass Europa sein eigenes Militär aufbaut, um sich vor den USA, China und Russland zu schützen", schrieb Trump auf Twitter und fügte hinzu: "Sehr beleidigend, aber vielleicht sollte Europa erst seinen gerechten Anteil erhalten die Kosten der NATO, die die USA stark subventioniert. "

Gast beim Gedenkgottesdienst

Trump reiste nach Frankreich, um an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zu erinnern. Er wird auch zwei amerikanische Militärfriedhöfe in Frankreich besuchen. 117.000 US-Soldaten starben im Zweiten Weltkrieg. Die USA hatten lange gezögert, ob sie überhaupt in Europa eingreifen sollten. Trump möchte nun die Bedeutung der Vereinigten Staaten für die Sicherheit Europas anerkennen. Bei einer anderen Gelegenheit stellt er jedoch auch die Beteiligung der USA in Frage.

Macrons Interview

Bereits am Dienstag hatte Macron in einem Radiointerview gesagt, ohne eine "echte europäische Armee" könne die Europäer nicht verteidigen. Im Hinblick auf "Russland, das an unseren Grenzen liegt und eine Bedrohung darstellen könnte", sollten die Europäer "sich nicht nur auf die USA verlassen".

Macron hatte auch den von Trump angekündigten Austritt aus dem INF-Abrüstungsabkommen mit Russland als "Gefahr" bezeichnet.

Thema US-Sanktionen?

Die US-Sanktionen gegen den Iran könnten auf dem Treffen immer noch zu Differenzen führen. Downstream-Sanktionen betreffen auch europäische Unternehmen. Der Streit um das US-Handelsdefizit mit der EU und zusätzliche Zölle ist nicht endgültig beigelegt.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington, derzeit. Paris

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