Weitere Reaktionen auf den Rücktritt von Mai: "Sie hat die Stimmung im Land falsch eingeschätzt"

Österreichischer Bundeskanzler Sebastian Kurz hofft nach dem angekündigten Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May als Parteiführerin, dass ihr Nachfolger einen geordneten Brexit aushandelt. "Ich hoffe, dass sich ungeachtet ihrer Rücktrittserklärung die Vernunft in Großbritannien durchsetzen wird", schrieb Kurz, der selbst unter dem Druck des Ibiza-Skandalvideos und der anschließenden Regierungskrise steht, am Freitag auf Twitter. "Ich lernte Theresa May als eine grundsätzliche, weltoffene Politikerin kennen, die ihr Land in einer Zeit großer Unsicherheit regierte."

Nigel Farage, MdEP der Brexit-Partei, wirft Theresa May Fehleinschätzung vor. "Politisch hat sie die Stimmung im Land und in ihrer Partei nicht wirklich eingeschätzt", sagt er.

Die Ratingagentur Stimmungsvoller Warnt nach Theresias Rücktritt vor einem harten Brexit. Ihre Entscheidung hat dieses Risiko erhöht, sagt Sarah Carlson, Analystin bei Moody. Die Unsicherheit über den Brexit belastet die Investitions- und Personalentscheidungen und hemmt damit das Wirtschaftswachstum.

Das Ökonom Mark Dowding Der Vermögensverwalter BlueBay Asset Management sieht ebenfalls Hoffnungen auf ein Rücknahmeabkommen zwischen der EU und Großbritannien, das mit dem Weggang des Monats Mai nachlässt. "Brüssel hat keine Lust, erneut mit einem Brexit-Hardliner zu verhandeln, daher steigt die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits wieder deutlich an." Jedem neuen Premierminister wird es jedoch schwer fallen, einen harten Brexit durch das Parlament zu erreichen. "Viele konservative Abgeordnete bleiben fest mit der EU verbunden. Infolgedessen steigt das Risiko von Neuwahlen."

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