In der Gemeinde Hohentauern wurden seit vier Tagen 750 Menschen beschneit. Es ist kein Ende in Sicht. Die Stimmung sei immer noch gut, sagte Vizebürgermeisterin t-online.de.

Die österreichische Gemeinde Hohentauern in der Steiermark hat 400 Einwohner. Seit Samstag sind sie mit rund 350 Touristen festgefahren. Der Ort ist von der Außenwelt abgeschnitten. Momentan liegen 1,30 Meter Schnee im Tal – 30 Zentimeter Neuschnee sind in den letzten Stunden gefallen. t-online.de hat den Vizebürgermeister von Hohentauern, Gernot Jetz, angerufen.

t-online.de: Herr Jetz, was ist mit Ihnen: schneit es immer noch?

Gernot Jetz: Wir sind seit Samstagmittag eingesperrt. Und seitdem ist das Wetter unverändert. Es schneit. Bis jetzt ist kein Ende in Sicht.

Wie sieht das Leben an einem Ort aus, der von der Außenwelt abgeschnitten ist?

Die Straßen in die Stadt und nach außen sind vollständig gesperrt. Auch die Bürgersteige. Aber der Ort selbst ist sicher. Hier läuft alles so gut.

Wie verbringen Menschen ihre Zeit?

Die Leute, die dort arbeiten, verfolgen es normalerweise. Die Arbeitgeber von außen verstehen. Menschen können ihre Arbeitsplätze nicht erreichen. Ansonsten wird Schnee verschifft. Die Touristen stehen zusammen mit den Bewohnern auf den Dächern und der Schaufel. Jeder macht hier mit. Die Stimmung ist sehr gut, das kann man sich in einer solchen Situation wohl nicht vorstellen.

Ist absehbar, wie lange Sie stecken bleiben werden?

Es schneit immer noch und das sollte so weitergehen. Jeden Morgen treffen wir uns mit der Lawinenwarnkommission. Aber bis jetzt gibt es nichts Neues. Wir hoffen, dass ab Freitag Explorationsflüge möglich sind. Wir wissen es nicht mehr.

Haben Sie keine Lust, nach vier Tagen auswärts zu essen?

Wir haben einen kleinen Lebensmittelladen – das hat man natürlich fast leer gekauft. Aber wir haben Farmen, die uns ernähren. Derzeit haben wir 600 Liter Milch. Die Leute gehen mit ihren Plastikflaschen dorthin und lassen es sich füllen. Außerdem gibt es Eier von den Bauernhöfen und Brot wird gebacken. Mit Grundnahrungsmitteln werden wir also zuerst versorgt.

Und wir haben auch einen Arzt im Dorf. Also geht es uns gut.

Dann hoffen wir, dass Sie Ihre gute Laune behalten und Ihnen alles Gute wünschen. Vielen Dank für das Gespräch.

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