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In 30 Punkten angeklagt: US-amerikanischer Briefbomber droht lebenslange Haft

In 30 Punkten angeklagt: US-amerikanischer Briefbomber droht lebenslange Haft

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Zeichnung von Cesar S. vor einem Gericht in Florida am 29. Oktober 2018.

Zeichnung von Cesar S. vor einem Gericht in Florida am 29. Oktober 2018.(Foto: imago / Agencia EFE)

Freitag, 09. November 2018

Es heißt, er habe 16 Pakete mit explosiven Inhalten an politische Gegner von US-Präsident Trump geschickt, um die Nation tagelang in Atem zu halten. Nun wird Cesar S. vor einem Gericht in New York vor Gericht gestellt. Die Anklage ist unerwartet lang.

Der Staatsanwalt von New York hat in 30 Fällen gegen den Absender von Briefbomben an prominente Kritiker des US-Präsidenten Donald Trump Anklage erhoben. Zu den Verbrechen, die dem 56-jährigen Cesar S. vorgeworfen werden, gehören der Einsatz von Massenvernichtungswaffen und der Einsatz eines "Zerstörungsmittels" für eine Gewalttat, wie Vertreter von Justiz- und Polizeibehörden angekündigt haben. So hat die US-Justiz die Liste der formellen Ankläger gegen den Mann erneut verschärft. Sollte er verurteilt werden, droht S. lebenslange Haft.

Der ehemalige Pizzamann wurde im Bundesstaat Florida am 26. Oktober nach einer eintägigen Verfolgungsjagd gefangen genommen, wo er in einem Lieferwagen voller Aufkleber von Pro Trump lebte. Kurz darauf erhob die Justiz ihre erste förmliche Anklage gegen ihn, die zunächst auf fünf Vorwürfen beruhte, und endete mit einer Höchststrafe von 48 Jahren. S. wurde dann einige Tage später nach New York geflogen und Anfang dieser Woche vor Gericht gebracht.

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In den nun angeklagten Anklagen heißt es, der 56-jährige habe insgesamt 13 Briefe mit Sprengstoff an 13 Kritiker des Präsidenten geschickt. Ursprünglich hatten die Ermittler noch immer mindestens 13 Sprengstoffe. Zu den Adressaten der potenziell gefährlichen Programme gehörten der ehemalige Präsident Barack Obama, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, der CNN-Fernsehsender, der Multi-Milliardär George Soros und der Hollywood-Star Robert De Niro.

S. ist ein registrierter Republikaner und hat an Wahlkämpfen Trumps teilgenommen. Die Briefbomben und der Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten hatten die Diskussion um Trumps aggressive Rhetorik kurz vor den Kongress- und Gouverneurswahlen angeheizt. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, mit seinen oft beleidigenden Bemerkungen den Weg für politische Gewalt zu ebnen. Er bedrohte und verleumdete öffentlich auch die Adressaten der Briefbomben.

Quelle: n-tv.de

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