Welt

"Körperpolitik": Neuer "Handshake-Kampf" zwischen Trump und Macron

"Körperpolitik": Neuer "Handshake-Kampf" zwischen Trump und Macron

Ausland

"Körperpolitik" Neuer "Handshake Battle" zwischen Trump und Macron

| Lesezeit: 3 Minuten

Das Video konnte nicht abgespielt werden.
Bitte versuchen Sie es später erneut.

Trump hat die Franzosen falsch verstanden, sagen sie

Aber zu Beginn der Feierlichkeiten am Ende des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gab es keinen Streit. Macron klopft seinen Gast freundlich am Arm an. Sie plaudern über die NATO, beide heben den Daumen.

Der französische Präsident Macron hat seinen US-Amtskollegen Trump erhalten. Unter einem Randaspekt werden die Treffen der beiden immer sehr sorgfältig geprüft: Wer ist beim Händeschütteln vorherrschend?

DOnald Trump ist berüchtigt für seinen aggressiven Händedruck, schrieb die britische Zeitung Guardian einmal über den "Handshake Battle" des US-Präsidenten. In Frankreich hätte Präsident Emmanuel Macron Trump seinen Meister gefunden. Bei einem Treffen mit Trump im Pariser Élysée-Palast am Samstag in Paris drückte der Franzose förmlich die Hand seines ausländischen Besuchers, wie auf den Fotos zu sehen ist. Ironischerweise umklammert Macrons Finger die Hand von Trump, die unter Druck Falten bildet. Trump hat die Finger ausgestreckt, als wollte er loslassen.

Der kraftvolle Handschlag von Trump und Macron

Der kraftvolle Handschlag von Trump und Macron

Quelle: REUTERS

Es ist nicht der erste "Handshake-Kampf" zwischen den beiden Präsidenten – und nicht der erste Punkt für Macron in diesem inoffiziellen Dominanzwettbewerb. Beim G-7-Gipfel in Kanada im vergangenen Juni drückte Macron Trumps Hand, so dass der weiße Daumenabdruck des Franzosen in der Hand des Amerikaners zu sehen war. Und schon beim ersten Treffen der beiden Präsidenten im Mai 2017 in Brüssel waren die spektakulären Händedrucke das Thema.

Die Washington Post schrieb: "Die beiden Männer schüttelten sich sechs Sekunden lang die Hände. Ihre Fingerknöchel wurden weiß, ihre Kiefer spannten sich an und ihre Gesichter spannten sich an. Trump griff zuerst an, versuchte dann aber zweimal, sich loszulassen." Der Franzose hatte festgehalten und signalisierte dies Der Amerikaner war nicht der einzige Alphamann im Raum. Der Guardian erklärte Macron zum Sieger in dieser Handshake-Schlacht.

Neue Form der "Körperpolitik"

Sechs Sekunden, die Hände schütteln? Das war erst der Anfang. Als Macron Trump im Juli 2017 in Paris ankam, schüttelten die Männer fast 30 Sekunden lang die Hände, während sie mit ihren Frauen auf den Champs-Élysées gingen. Der US-Sender CNN untersuchte den Handshake in einer zweiten Analyse und sah Macron, Trump, im Vorteil. Macron hielt sogar Trumps Hand fest, als er Brigitte Macron mit Küssen begrüßte und ihr die Hand schüttelte – die linke wurde notwendigerweise festgehalten, die rechte hielt der Gastgeber schließlich an. "Dreifacher Handschlag", kommentierte CNN. "Heiliger Strohsack."

Im April dieses Jahres war Macron auf Staatsbesuch im Weißen Haus. Einem Kuss auf die Wange folgte ein Handschlag, den der US-Sender NBC auf etwa fünf Sekunden schätzte (ein Gewinner wurde nicht genannt). Die beiden Männer umarmten sich, tätschelten ihren Rücken und hielten sich an den Händen. "Es gab so viel Kontakt", wunderte sich die Washington Post. NBC sah darin eine neue Form der "Körperpolitik" und bestätigte den US-Präsidenten: "Trump gibt Diplomatie mit Macron eine persönliche Note."

auch lesen

Emmanuel Macron und Donald Trump

"Zweiter Weltkrieg" in Paris

Auch am Samstag im Élysée Palace gab es mehr Körperkontakt als nur einen Handschlag. Macron packte Trumps Knie und Ellbogen. So physisch wie im April im Weißen Haus, aber zumindest der öffentliche Teil des Treffens war nicht so. Vielleicht war Macron von einem Tweet Trumps irritiert, und die Amerikaner kritisierten seinen Gastgeber kurz nach der Landung in Paris. Möglicherweise hat sich die Beziehung auch aufgrund der verschiedenen Angriffe von Trump gegen die EU etwas abgekühlt.

Für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war Trumps Beziehung schon immer cool. Als Merkel im März letzten Jahres im Weißen Haus war, gab er ihr einen Gruß. Im Oval Office ignorierte der schlecht gelaunte US-Präsident die Bitte der Fotografen, Merkel die Hand für die Kameras zu geben – und er antwortete dem Kanzler nicht einmal, als sie ihn fragte: "Wollen Sie einen Handschlag?"

Am Samstag hatten die Amerikaner im Élysée-Palast zumindest eine kleine Rache für die französischen Handknirschen, obwohl dies sicherlich nicht beabsichtigt war: Trumps gepanzertes Firmenauto parkte vor dem Hauptquartier von Macrons so unglücklich, dass das Fahrzeug auspufferte blies in den Eingangsbereich. Der Platz direkt vor der Eingangstreppe ist eigentlich kein Parkplatz, auch nicht für Autos von Staatsgästen. Das Personal des Élysée-Palastes schloss die Tür.

Post Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.