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Migration: UNO: Spanien überholt Italien in der Anzahl der neu ankommenden Bootsleute

News1 (AFP – Zeitschrift)

Migration UNO: Spanien überholt Italien in der Anzahl der neu angekommenen Bootsleute

| Lesezeit: 2 Minuten

Flüchtlinge am Mittelmeer Flüchtlinge am Mittelmeer

Flüchtlinge am Mittelmeer

Quelle: AFP

Seit Beginn des Jahres deutlich weniger Ankünfte im gesamten Mittelmeerraum

SSeit Januar sind mehr Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Spanien gekommen als nach Italien. Spanien "hat Italien am letzten Wochenende überholt", sagte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Joel Millman am Dienstag in Genf. Insgesamt hat sich die Zahl der Ankünfte über das Mittelmeer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert.

Fast 51.000 Migranten sind laut IOM bisher über das Mittelmeer in diesem Jahr nach Europa gekommen. Gut 18.000 von ihnen erreichten Spanien, mehr als die Hälfte von ihnen in den letzten sieben Wochen. In Italien sind seit Januar gut 17.800 Menschen angekommen – im vergangenen Jahr waren es mit knapp über 93.000 fast fünfmal so viele im selben Zeitraum.

Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge an der spanischen Mittelmeerküste hat sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht. Darüber hinaus haben seit Anfang 2018 rund 3.000 Menschen illegal die Grenzen der spanischen Enklaven Ceuta und Melilla im Norden Marokkos überschritten.

Die Zahl der Flüchtlinge in Italien nahm ab, nachdem die Regierung in Rom im Juli ein Abkommen mit der libyschen Küstenwache geschlossen hatte. Die Zahl ging weiter zurück, als der neue italienische Innenminister Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega-Partei im Juni beschloss, NGO-Schiffe mit Flüchtlingen an Bord zu nehmen.

Spanien, in dem seit Beginn eine neue Regierung unter dem Sozialisten Pedro Sánchez im Amt ist, hat in mehreren Fällen seine Häfen für in Italien zurückgewiesene Schiffe geöffnet.

Der Leiter der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, hatte Anfang Juli eine steigende Zahl von Flüchtlingen auf der westlichen Mittelmeerroute von Marokko nach Spanien gewarnt. Der IOM-Sprecher Millman konnte dieser Entwicklung jedoch etwas Positives abgewinnen: Im Vergleich zur Route Libyen-Italien starben nur wenige Menschen auf dem Weg nach Spanien. Laut IOM-Daten wurden seit Januar 1443 Menschen im Mittelmeer getötet oder seit der Überfahrt vermisst.

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