Home Welt Nach dem Angriff bei Trump: BBC fordert mehr Sicherheit für Journalisten

Nach dem Angriff bei Trump: BBC fordert mehr Sicherheit für Journalisten

In einer Performance von US-Präsident Trump wurde ein Kameramann der BBC angegriffen. Die Station fordert nun eine "vollständige Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen". Kritik kommt auch vom britischen Außenminister.

Nach dem Angriff auf einen BBC-Kameramann während eines Wahlkampfauftritts von US-Präsident Donald Trump hat der britische Sender unzureichende Sicherheitsmaßnahmen für die Medien kritisiert. Der Chef des nordamerikanischen BBC-Büros, Paul Danahar, bat Trumps Sprecherin Sarah Sanders um eine "vollständige Überprüfung" der Sicherheitsmaßnahmen.

Der Kameramann Ron Skeans wurde am Montag in der texanischen Grenzstadt El Paso von einem Trump-Anhänger brutal beschimpft und beschimpft. Laut Danahar war der Medienzugriff beim Trump-Event unbeaufsichtigt. Während oder nach dem Angriff intervenierten keine Sicherheitskräfte.

Danahar widersprach der Darstellung von Trumps Kampagnenteam, das das "schnelle Eingreifen" der Sicherheitskräfte gelobt hatte.

Der Angreifer brüllte die Anti-Media-Parolen

Der Angreifer trug eine Mütze mit dem Trump-Slogan "Make America Great Again" und rief Anti-Media-Slogans aus, als er mit dem BBC-Mann anfing. Die Tiere blieben unverletzt. Der BBC-Washington-Korrespondent Gary O Donoghue berichtete auch über das Ereignis, dass der Trump-Fan die BBC-Kamera zerschlagen wollte.

Der Verband der Korrespondenten, der über das Weiße Haus berichtete, verurteilte den Angriff. Der Präsident sollte "seinen Unterstützern absolut klar machen, dass die Gewalt von Reportern inakzeptabel ist", sagte der Vorsitzende Olivier Knox.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt sagte gegenüber Sky News: "Es ist niemals akzeptabel, dass Journalisten und Kameramänner angegriffen werden, weil sie nur ihre Arbeit erledigen."

Trumps Sprecherin Sanders sagte, der Präsident habe "jeden Einsatz von Gewalt gegen Einzelpersonen oder Gruppen – einschließlich der Mitglieder der Presse" verurteilt. Diejenigen, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen, sollten sich "friedlich und respektvoll" verhalten. Für die Sicherheitsmaßnahmen in Trump-Kampagnen-Auftritten ist jedoch sein Kampagnenteam verantwortlich.


Trump: "Journalisten sind die Feinde der Menschen"

Journalisten werden regelmäßig in Trumps Wahlkampagnen ausgebuht und misshandelt, angeheizt durch das Mediengeschrei des Präsidenten, der Journalisten als "Volksfeinde" anprangert.

Journalistenverbände haben lange gewarnt, dass Trumps aggressive Rhetorik gegen die Medien gefährlich ist und Angriffe auf Reporter auslöst. Im vergangenen Oktober hatte Trump einen Kongressabgeordneten dafür gelobt, dass er einen Journalisten gewaltsam angegriffen und heftige Kritik erhalten hatte.

Auch in El Paso zog sich Trump in den Medien zurück. Nach dem Angriff auf Skeane unterbrach der Präsident kurz seine Rede, zeigte auf den Medienbereich und fragte: "Alles gut mit Ihnen? Alles in Ordnung?" Zuvor hatte der Präsident jedoch die "falschen Nachrichten", die "unehrlichen Medien", heftig beschimpft.

Der Deutschlandfunk berichtete am 13. Februar 2019 um 09:00 Uhr zu diesem Thema.

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