Neue Eskalation an der israelischen Grenze zu Gaza

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Aktualisiert am 04. Mai 2019, 17:40 Uhr

Der Gaza-Konflikt bricht wieder auf: Es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern an der Grenze zum Gazastreifen. Raketen fliegen, die Luftwaffe greift ein. Es gibt Verletzte und mindestens einen Toten.

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Im Gazastreifen brach Gewalt aus. Mehrere militante palästinensische Gruppen feuerten etwa 150 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Dies wurde von der israelischen Armee gemeldet.

Nach Angaben der israelischen Medien hat eine Frau in Kiryat Gat am Samstag gefährliche Gesichtsverletzungen durch Splitter erlitten. Ein Mann war in Ashkelon verletzt worden. Insgesamt wurden drei Häuser in Israel von Raketen getroffen.

Israels Luftwaffe greift ein

Israel reagierte auf die Angriffe mit Panzergeschossen und Luftangriffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurde ein 22-jähriger Palästinenser getötet und sechs weitere verletzt.

Die israelischen Sicherheitskräfte hielten angesichts der Eskalation der Gewalt eine Dringlichkeitssitzung ab.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) hatten bereits am Morgen angekündigt, das Gebiet nahe dem Sicherheitszaun nach Gaza zu schließen. Das israelische Raketenabwehrsystem habe Dutzende von Raketen abgefangen, sagte die IDF.

Sirenen nahe der Grenze zum Gazastreifen und innerhalb des Landes drängten die israelischen Gemeinden, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Armee griff eine Reihe von Militärposten der in Gaza regierenden radikalislamischen Hamas und des Islamischen Dschihad an. Sie sagten, zwei Raketenwerfer im Norden des Gazastreifens seien angegriffen und getroffen worden.

Nach Angaben der Medien wurde auf israelischer Seite ein Teenager auf dem Weg zu einem Tierheim verletzt, zwei weitere erlitten einen Schock.

Mehrere Palästinenser starben bei Protesten

Militante palästinensische Organisationen begründeten die Raketenangriffe mit dem Tod von Palästinensern bei den jüngsten Protesten.

Der Islamische Dschihad machte deutlich, dass die Angriffe auch die Organisation des Eurovision Song Contest in Tel Aviv, die in weniger als zwei Wochen stattfinden sollte, störten. Ein Hamas-Sprecher sagte, die Vorkehrungen für einen Waffenstillstand seien "kein Hindernis" für Reaktionen auf Aggressionen: "Das Blut unseres Volkes ist eine rote Linie."

Die Spannungen zwischen Israel und den palästinensischen Organisationen im Gazastreifen haben sich nach einer gewissen Phase der Ruhe wieder verschärft. Bei Protesten an der Grenze zu Israel und israelischen Luftangriffen am Freitag wurden vier Palästinenser getötet.

Etwa 50 Palästinenser wurden verletzt. Nach Angaben der IDF wurden zwei israelische Soldaten an der Grenze durch Schüsse verletzt. (Dpa / ank)

Teaser-Bild: © Mohammed Talatene / dpa

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