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Proteste: Nur rund 20 Teilnehmer an Rallye-Rechtsextremisten in Washington

Proteste: Nur rund 20 Teilnehmer an Rallye-Rechtsextremisten in Washington

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Rechtsextremisten marschieren durch Washington Rechtsextremisten marschieren durch Washington

Rechtsextremisten marschieren durch Washington

Quelle: AFP

Massiver Protest von Hunderten von Gegendemonstranten

ZEine Kundgebung von Rechtsextremen in der US-Hauptstadt Washington zog am Sonntag nur etwa 20 Teilnehmer an. Sie trafen auf massiven Protest von mindestens 300 Gegendemonstranten. Die Polizei wurde mit einem großen Kontingent eingesetzt, um die beiden Gruppen zu trennen.

Der Grund für die rechtsextreme Kundgebung des Weißen Hauses war der Jahrestag der tödlichen Ausschreitungen einer rechtsextremen Kundgebung in Charlottesville, Virginia.

Polizisten kleideten am Sonntag Metallfensterläden, die die beiden Gruppen trennen sollten. Aufgrund von Unruhen zwischen den gegnerischen Gruppen wurden zahlreiche Straßen für den Verkehr gesperrt. Das Weiße Haus war hermetisch abgeriegelt.

Die Gruppe von etwa 20 Rassisten kam aus Wien in Virginia an einer U-Bahnstation in Washington an, wo sie von den rund 300 Gegendemonstranten erwartet wurden. Die Nazi-Gegner riefen "Shame on you" und "Raus aus meiner Stadt". Polizisten brachten die Rassisten zur Rallye-Station, um Zusammenstöße zu verhindern.

Nach einem Marsch zum Lafayette Square vor dem Weißen Haus wurde die Gruppe der Rechtsextremisten in Polizeibussen in eine andere U-Bahnstation gefahren. Große Vorfälle wurden nicht gemeldet.

Ein Kontermonitor war vor einem Jahr am Rande des rechten Marsches in Charlottesville ermordet worden, als ein Neonazi mit seinem Auto in die Menge fuhr. Die Rallye am Sonntag wurde von der rechtsextremen Gruppe "Unite the Right" organisiert, die auch die Charlottesville Rally forderte.

Der Vorfall in Charlottesville vor einem Jahr hatte internationale Schlagzeilen gemacht – auch weil Präsident Donald Trump damals das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

Präsidentschafts-Tochter Ivanka Trump hat am Samstagabend klar gegen Rassismus Stellung bezogen. Für "weiße Vorherrschaft, Rassismus und Neonazismus" sei in den USA "kein Platz", schrieb sie auf Twitter. Der Präsident hatte zuvor allgemein gesagt, dass er "alle Formen von Rassismus und Gewalt" verurteilte.

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