Die Trump-Regierung versuchte am Freitag, den schwelenden Handelskrieg mit ihren wichtigsten Handelspartnern abzukühlen, beendete die Zölle auf Metallimporte aus Kanada und Mexiko und kündigte eine Pause bei den geplanten Zöllen für Autos und Autoteile an.

"Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir gerade eine Einigung mit Kanada und Mexiko erzielt haben", sagte Donald Trump. "Wir verkaufen unser Produkt in diese Länder, ohne dass Zölle erhoben werden."

Die USA haben im vergangenen März Zölle auf Stahl und Aluminium eingeführt und argumentiert, billige Importe seien ein "Angriff auf unser Land", der zur "Dezimierung ganzer Gemeinschaften" geführt habe.

Die Zölle haben den größten Handelskrieg einer Generation ausgelöst und die USA gegen alle wichtigen Handelspartner, einschließlich der Europäischen Union, China, Kanada und Mexiko, gestellt.

In einer Erklärung teilte die kanadische Regierung mit, dass eine Einigung über die Aufhebung der US-Zölle für kanadische Stahl- und Aluminiumimporte erzielt worden sei. Vergeltungszölle für amerikanische Produkte werden bis Sonntag aufgehoben.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sagte, der Schritt sollte den Weg für die Ratifizierung des Ende letzten Jahres erreichten Mexiko-Kanada-Abkommens (USMCA) ebnen, das das nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) ersetzt.

"Wir sind sehr optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen Fortschritte erzielen können", sagte er und bezeichnete den Deal als "einen großen Schritt nach vorne".

Am Freitag gab die Trump-Regierung außerdem bekannt, dass sie einen Plan zur Erhebung von Zöllen für Automobile und Autoteile aus der EU und Japan auf Eis gelegt habe. Diese Tarife sollten an diesem Wochenende eingeführt werden, werden aber jetzt für 180 Tage auf Eis gelegt, während die Gespräche fortgesetzt werden.

Während die Nachrichten vom Freitag den Durchbruch signalisierten, befinden sich China und die USA immer noch in einem eskalierenden Handelskrieg. CNBC berichtete am Freitag, dass die nächste Verhandlungsrunde zwischen den USA und China "im Fluss" sei und beide Seiten sich weigerten, Kompromisse einzugehen.

Die US-Märkte haben im Zuge der Handelsnachrichten wild geschaukelt. Am Freitag endeten alle wichtigen US-Märkte – die zweite Woche in Folge mit Verlusten.

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