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Wetter / Bayern: Durstbewohner behindern Helfer – Neue Schneestürme

Seit einer Woche hat starker Schneefall in Oberbayern extreme Winterbedingungen verursacht. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erwarten am Wochenende ein neues Unwetter.

  • Seit etwa einer Woche herrscht in der bayerischen Alpenregion extremes Winterwetter.
  • Zwei Menschen haben bereits ihr Leben verloren: Ein neunjähriger Junge wurde in Aying von einem Baum getötet. Der Fahrer (48) eines Räumfahrzeugs ist in Lenggries abgestürzt.
  • Schneechaos auch im Verkehr: Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) fährt tagelang nur begrenzt.
  • Die Gemeinde Jachenau war vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Nun ist es wieder über die St2071 (Merkur.de) erreichbar.
  • Der Deutsche Wetterdienst erwartet Samstagabend mit neuen Schneefällen im Alpenraum.

Update um 11:25 Uhr: Während der Fahrt wurde der Ford eines 49-jährigen aus Glonn (Bezirk München) am Samstagmorgen von einem fallenden Baum getroffen. Danach wurde das Dach eingedrückt und die Windschutzscheibe zersplitterte. Mehr über den Unfall erfahren Sie hier auf Merkur.de.

Das Auto wurde hart getroffen.

© Feuerwehr Harthausen

Bergjäger im Schneedienst werden Berichten zufolge "wie Lakaien" behandelt

Update um 10.30 Uhr: Auf Anraten der Lawinenwarnkommission löst die Bundeswehr am Samstag in der Zeit von 10.30 bis etwa 13 Uhr kontrollierte Lawinenabfahrten im Chiemgau (Raum Ruhpolding und Reit im Winkl) aus. Bergkämpfer der Bundeswehr helfen auch in Bischofswiesen (Berchtesgadener Land). Die Soldaten geben Dächer aus Schnee frei.

Wie bgland24.de jetzt berichtet, gibt es jedoch einige unfreundliche Begegnungen mit Bewohnern. "Offensichtlich scheinen einige Hausbesitzer gerufen worden zu sein, um die Helfer zu ihren Leibeigenen zu ernennen und sie wie Lakaien zu behandeln", berichtet ein empörter Leser des Nachrichtenportals, dass einige Hausbesitzer vergessen haben, "was die eigentliche Aufgabe des Zivilschutzes eigentlich ist." Verwenden Sie dies als Hausmeisterdienst. "Auch wären dreiste Kommentare in Richtung der Soldaten, wie:" Aber das geht auch etwas schneller! "

Man warf sich vor einen Schneepflug und klammerte sich an ihn

Update um 10:20 Uhr: Es ist eine merkwürdige, aber auch mutige Geschichte aus Hohenpeißenberg: Ein Mann warf sich vor einen Schneepflug und klammerte sich an ihn! Er forderte, dass der Fahrer seine private Einfahrt frei machen sollte. Der Bürgermeister musste eingreifen. Leider sei dies nicht die einzige unangenehme Begegnung mit Bürgern, schreibt Merkur.de.

Eine Katastrophe wurde in mehreren Ländern erklärt – ein Kind und ein 48-jähriger sterben

Der bisherige Schneebericht in Oberbayern ist verheerend: In den Landkreisen Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein und Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen wurde in den letzten Tagen die Katastrophe ausgerufen. Der Schulunterricht wurde an vielen Stellen abgesagt. Schon ist klar: Auch am Montag wird im Bezirk Miesbach kein Schulunterricht stattfinden (Merkur.de).

Schlimmer noch, zwei Menschen kamen auf tragische Weise ums Leben. Am Donnerstag wurde in Aying (Bezirk München) ein neunjähriger Junge von einem Baum getötet (Merkur.de). Die Polizei geht davon aus, dass der Baum unter der Schneelast zusammengebrochen ist. Am Freitag kam es in Lenggries zu einem weiteren Unfall: Ein Mitarbeiter der Tölzer Straßenmeisterei starb. Er kam mit seinem Räumfahrzeug in einen Wasserlauf der Isar. Trotz einer mehrstündigen und dramatischen Rettungsaktion verlor der 48-Jährige den Kampf ums Leben (Merkur.de).

Der nächste Sturm kommt am Samstagabend – der DWD warnt vor heftigem Schneefall

Inzwischen warnt der deutsche Wetterdienst vor einem neuen Sturm. Ab Samstag Abend wird es wieder stark schneien. Der neue Schneefall im Alpenraum wird voraussichtlich bis Dienstagmorgen andauern. Vor allem in den stagnierenden Augen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen werden Schneehöhen zwischen 40 und 70 cm ab 800 Metern und über 100 cm erwartet. Vor allem im Hochgebirge ist mit starken Schneeverwehungen zu rechnen!

Signifikante Lawinengefahr in den bayerischen Alpen

Wintersportler sollten auch besonders vorsichtig sein: Die Lawinengefahr im bayerischen Alpenraum wird als erheblich eingestuft (Stufe 3). Nach Angaben des Lawinenwarndienstes in Bayern besteht nach wie vor die große Gefahr, gelegentlich auch sehr große lose Schnee- und Brammenlawinen, die sich auf der alten Schneedecke vom Neuschnee lösen können.

Sprengladung verschwunden: Schwieriges Lawinensprengverfahren

Zusätzliche Aufregung gab es am Freitag am Spitzingsee: Während des gesamten Freitags war die Spitzingstraße wegen Lawinensprengung geschlossen. Der Grund war eine Ladung, die im Schnee verschwunden war. Mittlerweile gibt es Entwarnung, berichtet Merkur.de.

"Die Mädchen waren am Boden zerstört": Hallenturnier abgesagt

Starke Schneelasten auf Dächern erzeugen zusätzliche Gefahren. Nun musste auch die Dreibettzimmer in Peiting geschlossen werden. Ein Frauenfußballturnier wurde abgesagt. "Die Mädchen waren am Boden zerstört", erfuhr Merkur.de.

Ein Held der Straße – auf der Straße mit einem Ebersberger Strassenwärter

Franz Weiherer (25) steht auf, wenn andere zu Bett gehen. Nachts um 1.30 Uhr räumt er Schnee, damit die Menschen im Stadtteil Ebersberg am Morgen freie Straßen haben. Er macht derzeit Überstunden und hat kein Wochenende. Ein Mercury-Reporter begleitete ihn.

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