Weniger Migranten sind 2019 in die EU eingereist

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ichIm vergangenen Jahr hat sich die irreguläre Migration nach Europa weiter entspannt – die Situation auf den Mittelmeerrouten entwickelte sich jedoch sehr unterschiedlich. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat seit 2013 insgesamt 139.000 illegale Grenzübertritte an den Außengrenzen registriert. Diese Zahl lag mit Frontex um sechs Prozent unter dem Vorjahreswert und sogar um 92 Prozent unter dem Niveau des Rekordjahres 2015 Regisseur Fabrice Leggeri sagte am Freitag, als er den Jahresbericht seiner Behörde in Brüssel vorstellte.

Thomas Gutschker

Thomas Gutschker

Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die NATO und die Benelux-Staaten mit Sitz in Brüssel.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mitgliedstaaten mehr als 1,8 Millionen solcher Grenzübergänge gemeldet. Die Anzahl der Grenzübergänge entspricht nicht der Anzahl der Einreisenden. Wenn ein Migrant aus der Türkei nach Griechenland kommt und dort auf der Westbalkanroute abgeholt wird, wird er zweimal in die Statistik aufgenommen. Die UN-Flüchtlingsagentur meldete 2019 125.500 irreguläre Migranten auf den Mittelmeerrouten.

Im westlichen Mittelmeer zwischen Marokko und Spanien gingen die Ankünfte um fast sechzig Prozent zurück. Der Migrationsdruck auf dieser Route war 2017 und 2018 stark gestiegen. Die Situation hat sich jedoch verbessert, da beide Länder enger zusammenarbeiten. Die Spanier patrouillieren jetzt auch im marokkanischen Verantwortungsbereich. Wenn sie Migranten dort abholen, müssen sie nach Marokko zurückkehren. Frontex-Direktor Leggeri sagte, dass beide Länder von der Kooperation profitiert hätten – “was unsere westliche Grenze destabilisieren würde, würde auch unsere Nachbarn destabilisieren”.

Eine solche Zusammenarbeit ist auf der Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien nicht möglich. Europäische Grenzschutzbeamte dürfen Migranten nicht nach Libyen zurückbringen, solange sie dort unmenschlicher Behandlung ausgesetzt sind. Sie bildeten jedoch libysche Kollegen aus. Sie nahmen 2019 rund 9.000 Migranten auf und brachten sie in libysche Häfen zurück.

Außerdem kamen weniger Menschen nach Libyen. Dies ist hauptsächlich auf die zunehmend gefährliche Situation im Land und auf den Transitrouten durch die Sahelzone zurückzuführen. Auch die restriktive Haltung Italiens, die der frühere Innenminister und Lega-Vorsitzende Matteo Salvini geprägt hatte, dürfte abschreckend gewirkt haben.

Nur 14.000 Migranten kamen auf der Mittelmeerroute nach Italien, davon 2.700 aus Tunesien – vor drei Jahren waren es noch 180.000. 2019 konzentrierten sich die Grenzschutzbeamten erneut auf die östliche Mittelmeerroute. Auf diese Weise befanden sich im Krisenjahr 2015 fast eine Million Menschen Die Europäische Union ist angekommen, aber der Zufluss ist im April 2016 fast ausgetrocknet, weil die EU eine Einigung mit der Türkei erzielt und syrische Flüchtlinge mit mehreren Milliarden Euro unterstützt hat.

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