Weniger Rabatt bei großen Läden, super Rabatt bei kleinen Händlern: Der Black Friday ist dieses Jahr (erzwungen) anders

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Mit Blick auf das Jahresende fiebern viele Verbraucher der ersten großen Shopping-Party entgegen: dem Black Friday, am 25. November. Dabei wird der Tag, an dem traditionell mit lauten Rabatten gewunken wird, ein anderer als in anderen Jahren. Experten erwarten die Super-Aktionen diesmal vor allem von kleineren Einzelhändlern, die vor einer drohenden Insolvenz stehen.

Christine De Herdt

Genau wie die Amerikaner, die das Erntedankfest massenhaft shoppen gehen, bieten wir auch am Black Friday seit einigen Jahren super Rabatte an. Experten erwarten jedoch, dass dieser Tag in diesem Jahr völlig anders sein wird als in anderen Jahren.

„Auf der einen Seite stehen Handelsketten wie das niederländische Dille & Kamille und die belgische Bekleidungsmarke Xandres, die in diesem Jahr nicht einmal teilnehmen, im Gegensatz zur Konsumgesellschaft“, sagt Pierre-Alexandre Billiet, CEO der Wissensplattform Gondel. „Auf der anderen Seite gibt es die kleinen Ketten, die bei Aktionen nicht mehr mithalten können.“

Generell sagen Handelsexperten voraus, dass es weniger Aktionen geben wird. „Jetzt, wo die Versorgungsprobleme gelöst sind und die Lager wieder prall gefüllt sind, könnte man davon ausgehen, dass es Preisaktionen gibt, damit Händler wieder anderen Produkten weichen können“, sagt Handelsexperte Jörg Snoeck. Aber das ist nur eine vergebliche Hoffnung, das weiß er. „Unternehmer befürchten heute immer noch weiter steigende (Rohstoff-)Preise, sodass sie ihre Produkte lieber auf Lager halten, um sie später mit einer höheren Marge zu verkaufen.“

Oder gibt es am Black Friday gar nichts zu holen? „Vor allem die großen Ketten, Genre Mediamarkt und Inno, werden weiterhin Rabatte anbieten. Aber sie werden wahrscheinlich weniger hoch sein als wir es gewohnt waren”, sagt Billiet.

Und gleichzeitig stoßen Sie auch auf tolle Werbeaktionen, fügt Billiet hinzu. „Fast atypische Beförderungen“, sagt er. „Die Verbraucher leben heute aufgrund der steigenden Inflation mit knappen Brieftaschen. Dadurch steht das Wasser vor allem bei kleineren Shops auf der Kippe. Weil sie weniger verkaufen.“ Gondola erwartet daher, dass bis Ende dieses Jahres ein Drittel der Einzelhändler in ernsthafte Schwierigkeiten geraten wird. „Für diese Geschäfte sind riesige Rabatte eine Möglichkeit, schnell an Bargeld zu kommen. Es ist leider die letzte Rettungsleine für eine drohende Insolvenz“, schließt Billiet.

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