Wie man 200 Millionen verliert. Der Spieler lehnte das Lebenspaket ab, endete mit einem unterdurchschnittlichen Gehalt

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Im Sommer trat er als einer der interessanteren Eishockeyspieler in den freien Markt ein. Allerdings hat Evan Rodrigues erst diese Woche einen Job in der NHL gefunden. Außerdem musste er sich mit einem überraschend bescheidenen Vertrag zufrieden geben.

Die Kanadier Rodrigues haben den NHL-Draft nie bestanden und nur dank einer tollen Saison an der Universität eine Chance in der berühmten Liga bekommen. Allerdings blendete er in den nächsten sechs Jahren nicht.

Deshalb waren die meisten Beobachter überrascht, als er in der vergangenen regulären Saison 43 Punkte (19+24) in 82 Spielen für Pittsburgh erzielte. Und da sein Vertrag bald auslief, freute er sich darauf, statt einer Million Dollar im Jahr ein Vielfaches mehr zu verdienen.

Am Ende unterschrieb er aber bei Colorado einen Einjahresvertrag über zwei Millionen, das ist die Summe, die er einst in Buffalo bekam.

Es hätte viel besser ausgehen können. Laut dem bekannten Journalisten Frank Seravalli erhielt er kurz nach der Markteröffnung im Juli mehrere Angebote. Einer von ihnen zufolge könnte er in den nächsten drei Jahren 10,5 Millionen Dollar verdienen, oder durchschnittlich 3,5 Millionen Dollar pro Jahr. Für ihn wäre es der Deal seines Lebens.

Nach Rücksprache mit Agent Peter Fish lehnte er jedoch ab. Aber er bekam kein besseres Angebot, was dazu führte, dass er seinen Agenten feuerte und Darren Ferris engagierte, der zum Beispiel Mitchell Marner oder Nazem Kadri vertritt.

Für einen mehr als zwei Millionen Jahresvertrag aus Colorado reichte es jedoch nicht. So verlor der 29-jährige Rodrigues durch eine Fehlentscheidung 8,5 Millionen Dollar (über zweihundert Millionen Kronen). Er kann das verlorene Geld immer noch mit einem Terminvertrag ausgleichen, aber er hat nichts Sicheres.

Mit einem Gehalt von zwei Millionen gehört er mittlerweile zu den am schlechtesten bezahlten Spielern der NHL. Ihm fehlt rund eine Million weniger als der Liga-Durchschnittslohn.

Wer hingegen Geld verdient hat, ist der Champion Colorado, der einen interessanten Stürmer günstig erwischte. „Wir haben einen vielseitigen Eishockeyspieler gewonnen, der uns an beiden Enden des Eisfelds helfen wird. Er hat die beste Offensivsaison seines Lebens und hat gezeigt, dass er alle möglichen Rollen ausfüllen kann“, strahlte Klub-Geschäftsführer Chris MacFarland.

Im vergangenen Jahr spielte Rodrigues im Angriffszentrum und auf der Außenbahn, bei einer Eiszeit von 15:50 versuchte er es mit Powerplays und Schwächungen.

In Colorado könnte er Nazem Kadri im zweiten Jahr ersetzen, der nach Calgary ging, muss aber den sich verbessernden Youngster Alex Newhook übertrumpfen. Sein Platz in den ersten beiden Reihen ist auch als Flügelstürmer nicht sicher.

Rodrigues ist nicht der erste Eishockeyspieler, der in der aktuellen NHL dabei ist Er spart wegen der langsam steigenden Gehaltsobergrenze In den letzten Jahren war es der perfekte Zeitpunkt, um zu unterschreiben.

Der schwedische Verteidiger John Klingberg, der ein großer Befürworter des Angriffs ist, aber in seiner eigenen Zone nicht zu den Besten gehört, könnte seinen Vertrag in Dallas um acht Jahre verlängern. Er würde durchschnittlich rund sieben Millionen pro Jahr verdienen.

Denn rund eine Million pro Jahr wollte er mehr, wie er berichtete Jeff Marek von Sportsnet ließ Dallas die Finger von ihm. Klingberg stolperte dann über den freien Markt. Er musste sich mit einem Einjahresvertrag von Anaheim für sieben Millionen Dollar begnügen. Übrigens feuerte er auch seinen Agenten nach einer verpassten Gelegenheit.

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