Zlatko Dalić: Kroatiens stiller Wundertrainer

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Zlatko Dalić

Der 51-Jährige ist seit Oktober 2017 Trainer der kroatischen Nationalmannschaft.


(Foto: AP)

Düsseldorf Der kroatische Verteidiger Sime Vrsaljko warf seinen Trainer vor lauter Freude zu Boden. Kroatien schlug England nach Verlängerung im Halbfinale der Weltmeisterschaft mit 2: 1. Und wie Vrsaljko weiß auch jeder aus dem kleinen osteuropäischen Land, wer maßgeblich am Erfolg der Kroaten beteiligt ist: der bislang unbekannte Nationaltrainer Zlatko Dalić.

Der 51-Jährige, der in seiner aktiven Karriere für verschiedene jugoslawische Vereine Fußball spielte, trainierte zuvor nur Mittelklasse-Vereine in Kroatien, Albanien und am Persischen Golf – bis ihn der Präsident des kroatischen Fußballverbandes, Davor Suker, überraschend ernannte Trainer der kroatischen Nationalmannschaft im Oktober 2017, aber die Nominierung scheint die richtige Entscheidung zu sein.

Dalić führte die Kroaten in die WM-Qualifikation, in der sie Griechenland besiegten – und buchte damit die Tickets für Russland.

Bei der WM haben die Kroaten bislang vor allem eines überzeugt: den aufopfernden Kampf. Niemand verkörpert ihn mehr als Dalic selbst. So schickte Trainer AC Milan Stürmer Nikola Kalinic früh nach dem ersten Gruppenspiel nach Hause. Kalinic soll nicht bereit gewesen sein, den Anweisungen des Trainers Folge zu leisten. Die anderen im „Karos“ -Team haben es getan – und sie wurden belohnt.

Am Sonntag konnte die Sensation und gleichzeitige Revanche für das Halbfinale bei der WM 1998 gegen Frankreich (1: 2) folgen. Aber egal wie sich das Spiel entwickelt: Auf kroatischer Seite gibt es bereits genug Gewinner: Fans, Spieler – und nicht zuletzt Zlatko Dalić. An wen wird man sich nach dieser Weltmeisterschaft sicherlich erinnern.

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